Brüsselfahrt der Q1

Vom 18. Mai bis zum 20. Mai hatten 25 Schüler der Liebfrauenschule in einer dreitätigen Bildungsfahrt nach Brüssel die Möglichkeit sich über die Frage „Die Europäische Union & ihre Mitgliedsstaaten – Rückbau oder Fortschritt?“ zu informieren. Gemeinsam mit den Lehrern Frau Heydhausen-Steiger, Frau Wodka und Herr Müller fuhren wir am Donnerstag, den 18.Mai, um 14 Uhr in Mülhausen los. Nach der Ankunft in unserem Hostel starteten mit unserer Seminarleiterin Corinna Rademacher, die uns die gesamte Fahrt begleitete, einen „EU - Stammtisch“ in einem Seminarraum unserer Unterkunft. Dies entwickelte sich zur Diskussionsrunde über verschiedene Vorurteile bzw. Aussagen über die Europäische Union, z.B. der ob die EU ein Bürokratiemonster sei und bot einen Einblick zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit.

Am darauffolgenden Morgen hatten wir bereits früh einen Informationstermin im Europäischen Parlament und erhielten einen Einblick in die Funktion der Stimme des Volkes in der EU, den uns Albrecht John, ein Referent des Besucherdiensts des Europäischen Parlaments, ermöglichte.

Ein zügiger Fußmarsch führte uns vom Parlament zum Rat der Europäischen Union, auch Ministerrat genannt. Danach gab uns ein Sprecher des Ministerrats der EU einen Eindruck, inwiefern der Ministerrat der EU als entscheidendes Gremium fungiert.

In einer anschließenden kurzen Mittagspause nutzten wir die Gelegenheit an einer der bekanntesten Stände Fritten zu essen, auch Angela Merkel besucht diesen Stand gerne in kurzen Pausen zwischen langen EU-Ratssitzungen. Erneut ein kurzer Fußmarsch und unser nächster Gesprächstermin in der Landesvertretung von NRW erwartete uns. Nach einem Gruppenfoto erhielten wir in der vom dort tätigen Herr Müller, Referatsleiter für Sozialpolitik ausgiebige Einblicke in die europäische Dimension seines Arbeitsbereiches, der Sozialpolitik des Bundeslandes NRW und dessen Einfluss in der EU. Außerdem auch inwiefern wir, als Volk, einen Einfluss haben. Wir befassten uns auch mit dem Thema „Lobbyismus aus der Sicht eines Bundeslandes“.

Unseren letzten Termin nahmen wir in der ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in der EU wahr, in der uns ein weiterer Sprecher, ein Fregattenkapitän ausgiebig darüber informierte, wie die Sicherheitspolitik in Deutschland, der EU und auch der NATO aufgestellt ist.

Mit diesen sehr umfassenden Eindrücken in die verschiedenen Europäischen Institutionen und unterschiedlichen Aufgabenbereiche aus verschiedensten Perspektiven hatten wir noch eine Abschlussrunde in unserem Seminarraum im Hostel zur kurzen Reflektion der gesammelten Informationen und Eindrücke. Nach diesem auch recht anstrengenden Tag konnten wir nun ab frühen Abend schließlich unsere restliche Freizeit in Brüssel zu genießen. Da unser Hostel sehr zentral lag, mussten wir nicht weit laufen, um an den wunderschönen Groote Markt zu kommen. Mit den vom Markt abgehenden vielen kleinen Gassen mit ebenso zahlreichen Gaststätten, Waffelbäckereien, Chocolatiers und natürlich Bierkneipen mit schier endloser Auswahl, fand sich für jeden Geschmack etwas  – Vorsicht das belgische Bier hat ‚etwas‘ mehr Prozent als das Unsrige.

Samstags morgens nahmen wir an einer beeindruckenden Stadtrundfahrt teil, die zuerst im Bus und später zu Fuß stattfand. So wurde uns ermöglicht, neben dem sogenannten „EU-Viertel“, auch noch die Stadt Brüssel näher kennen zu lernen. Unser Stadtführer gab uns einen Überblick über Brüssels verschiedenste Facetten und Sehenswürdigkeiten, das Atomium war natürlich auch dabei. Nach einer informativen Schulfahrt, bei der wir unser vorher gesammeltes Wissen über die Europäische Union erweitern konnten, sind wir dann am  Samstagnachmittag abgereist.

(Charlotta Freimuth)