Hausordnung

I. Präambel (Allgemeine Grundsätze)

 Die Hausordnung wird zu Beginn eines jeden Schuljahres in den Klassen und Klassenpflegschaften thematisiert

 Wir sind eine christliche Schule. Daher legen wir Wert darauf, dass Schüler, Lehrer, Eltern und Schulpersonal im Sinne christlicher Grundwerte zusammen­arbeiten. Handlungen und Äußerungen, die dagegen verstoßen oder die seelische und körperliche Unversehrtheit anderer Personen gefährden oder beeinträchti­gen, werden nicht hingenommen, dies gilt auch für gravierendes Fehlverhalten außerhalb der Schule, wenn schulische Belange betroffen sind. Das äußere Erschei­nungsbild aller soll den Wertvorstellungen und Grundgedanken der Schule entsprechen.

Schule ist Ort des Lehrens und Lernens. Alle sind verpflichtet mitzuarbeiten, die erforderli­chen Aufgaben zu erledigen und einander zu unterstützen. Starke tragen Verantwortung für Schwächere, Ältere für Jüngere und jeder für die Gemeinschaft.

Eltern unterstützen die Erziehungsarbeit der Schule und sind mitverantwortlich für das Verhalten ihrer Kinder in der Schule.

II. Konkrete Handlungsanweisungen

  1. Meinungsverschiedenheiten werden ohne Gewalt beigelegt. Bei auftreten­den Schwierig­keiten und in Konfliktfällen tritt gegebenenfalls das Konzept No Blame Approach in Kraft.
  2. Das Eigentum der Schule, des Schulträgers, der Mitschülerinnen bzw. Mit­schüler, der Eltern und der Lehrer wird respektiert und pfleglich be­handelt; es sollen keine Wertgegenstände und keine teuren Klei­dungsstücke in die Schule mitgebracht werden.
  3. Für Sauberkeit und Ordnung im gesamten Schulbereich ist jeder ver­ant­wortlich.
  4. In den Pausen ist der Aufenthalt in Klassen und Fluren verboten.
  5. Während der Schulzeit dürfen Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen 5 bis 9 das Schulgelände nicht verlassen.
  1. Fahrräder, Mofas, Motorroller, Motorräder und Autos werden nur an bestimmten, dafür vorgesehenen Stellen abgestellt und dürfen nur so bewegt werden, dass niemand gefährdet und/oder behindert wird.
  1. Gefährliche Gegenstände dürfen nicht in die Schule mitgebracht werden.
  1. Die Benutzung elektronischer Unterhaltungs- und Kommunikations­me­dien ist auf dem Schulgelände nicht erlaubt.
  1. Besitz und Konsum alkoholischer Getränke ist auf dem Schulgelände und bei auswärtigen Schulveranstaltungen grundsätzlich nicht erlaubt. Über Ausnahmen entscheidet die Schulkonferenz. Branntweinhaltige Getränke und sonstige Rauschmittel/Drogen sind ausnahmslos verboten. Der Besitz und die Weitergabe von Drogen und sonstigen Rauschmitteln ist rechtswidrig und hat Konsequenzen bis hin zur Anzeige bei der Polizei.
  1. Schulzeit ist keine Freizeit. Deshalb sollen alle angemessen gekleidet sein.

III. Ausführungsbestimmungen und Ordnungsmaßnahmen

Zu 1.:

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass die Zahl von Mobbingfällen im schulischen Umfeld aller Schulformen erschreckend hoch ist. Um möglichst schnell und effektiv dagegen vorgehen zu können, ist ein hohes Maß an Sensibilität von Seiten der Lehrer und Schüler bzw. Mitschüler erforderlich, da ein möglichst frühzeitiges Einschreiten für alle Beteiligten sinnvoll ist.

An unserer Schule arbeiten wir (seit einigen Jahren) mit Erfolg mit dem an vielen Schulen eingesetzten Konzept des „No Blame Approach“ von Heike Blum und Detlef Beck.

Dieser Ansatz ist eine lösungsorientierte Vorgehensweise, deren Besonderheit vor allem darin besteht, trotz der schwerwiegenden Problematik auf Schuldzuweisungen und Bestrafungen zu verzichten. Der Ansatz vertraut vielmehr auf die Fähigkeit von Kindern und Jugendlichen, wirksame Problemlösungen mit zu gestalten.

Dazu bietet „No Blame Approach“ eine klar strukturierte Vorgehensweise, deren Ziel es ist, Mobbing nachhaltig zu stoppen. Es gibt drei zeitlich aufeinander folgende Schritte, in denen es zunächst in einem Einzelgespräch mit dem betroffenen Schüler darum geht, diesen für die geplante Vorgehensweise zu gewinnen und ihm Zuversicht zu vermitteln, dass sich die schwierige Situation beenden lässt.

Das Herzstück des Ansatzes besteht in der Bildung einer Unterstützergruppe, die aus den Hauptakteuren des Mobbings, Mitläufern sowie Teilnehmern, die eine konstruktive Rolle bei der Lösung problematischer Situationen innerhalb der Klasse einnehmen können. Die Gruppe besteht idealerweise aus 6 – 8 Schülerinnen und Schülern, die gemeinsam mit dem betreuenden Lehrer erarbeiten, in welcher Weise jeder Einzelne und die ganze Gruppe dazu beitragen können, die Situation des Mobbingopfers zu verbessern. Durch die im 3. Schritt erfolgenden Einzelgespräche sowohl mit dem Opfer als auch mit den Beteiligten der Unterstützergruppe in Einzelgesprächen soll eine Nachhaltigkeit der Verhaltensänderung bewirkt und die Verantwortung der Schüler gestärkt werden. (nähere Informationen zum „No Blame Approach“ siehe homepage)

Aus unserer Schule gibt es eine Reihe ausgebildeter Kolleginnen, die diese Prozesse begleiten können.

Zu 2.:

Alle sind verpflichtet, Schulgebäude und Schulgelände sowie die ganze Ausstattung der Schule scho­nend zu behandeln.

Die Schule hat keine Versicherung und kann keine Versicherung abschließen für beschädigtes, verlo­renes oder gestohlenes Eigentum der Schülerinnen und Schüler. Der Verursacher haftet für Beschädi­gungen fremden Eigentums.

Zu 3.:

Jeder sollte nicht nur vermeiden, selbst Müll und/oder Unordnung zu hinterlassen, sondern sich auch verpflichtet fühlen, vorgefundenen Müll ohne besondere Aufforderung selbstständig zu beseitigen bzw. bei der Beseitigung zu helfen.

Im Schulgebäude ist der Transport von Getränken und anderen Flüssigkeiten in offenen Behältnissen untersagt; dadurch soll die Verschmutzung durch verspritzte oder vergossene Flüssigkeiten vermieden werden.

Zu 4.:

Ausnahmen werden abgesprochen.

Zu 5.:

Die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase werden bezüglich der Anwesenheitspflicht in der Schule und der daraus resultierenden Aufsichtspflichten der Schule wie die anderen Oberstufenschüler behandelt, d. h. die Schülerinnen und Schüler dürfen in Freistunden das Schulgelände verlassen.

Vertretungsunterricht wird in der Regel in Form von Aufgaben zur selbstständigen Bearbeitung erteilt.

Zu 6.:

Schüler dürfen mit ihrem PKW nur dann auf das Schulgelände fahren und dort evtl. parken, wenn sie eine Genehmigung erhalten haben.

Zu 7.:

Zu den gefährlichen Gegenständen gehören nicht nur solche, mit denen Mitmenschen verletzt werden können, sondern insbesondere auch Anscheinswaffen und Gefahrenstoffe. Ausgenommen von diesem Verbot sind lediglich Gegenstände, die für den Unterricht benötigt werden.

Zu 8.:

Gemeint sind Handys, MP3-Player, I-Pods, Computerspielgeräte und entsprechende Medien, die nicht ausschließlich schulischen Zwecken dienen.

Solche Medien dürfen mitgebracht, aber auf dem Schulgelände während der Schulzeit nicht benutzt werden. Ausnahmen sind nur in Einzelfällen nach Rücksprache mit dem Lehrer/der Lehrerin erlaubt.

Bei Verstößen kann das entsprechende Gerät konfisziert werden und für mindestens einen Schultag, unter Umständen für mehrere Schultage im Sekretariat jeweils für die Dauer des Unterrichts aufbewahrt werden. Nach Unterrichtsende kann es abgeholt werden.

Soll das Gerät für mehrere Tage im Sekretariat aufbewahrt werden, muss es zu Beginn des Unterrichts jeweils dort abgegeben werden. Die Anzahl der Tage ist abhängig von der Schwere des Fehlverhaltens, sie soll 5 Tage nicht überschreiten.

Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II können ihr Handy im Oberstufenraum jederzeit

benutzen.

Zu 9.:

 

Der Besitz und der Konsum von Drogen (auch Alkohol) in der Schule (also auch bei externen Schulveranstaltungen) und im unmittelbaren schulischen Umfeld ist Schülerinnen und Schülern untersagt und kann zum sofortigen Ausschluss von einer Schulveranstaltung oder dem Verweis von der Schule führen. Nur im Zusammenhang mit den Studienfahrten der Oberstufe und bei besonderen Schulveranstaltungen (wie z. B. Abiturfeier oder Schultheateraufführungen) sind gewisse von der Schulleitung zu genehmigende Ausnahmen erlaubt.

Bei Besinnungstagen ist Alkohol also in keiner Form erlaubt. Besitzt oder konsumiert eine Schülerin oder ein Schüler während der Besinnungstage Alkohol in irgendeiner Form, muss sie/er in der Regel die Heimreise antreten. Das begleitende Lehrerteam kann einen sofortigen Ausschluss von der Teilnahme an den Veranstaltungen der Besinnungstage veranlassen und stattdessen für den betroffenen Schüler bzw. die betroffene Schülerin den Aufenthalt in einem bestimmten Raum anordnen.

Bei Studienfahrten können die begleitenden Lehrer/-innen den Genuss von Bier und Wein in geringen Mengen bei bestimmten gemeinsamen Veranstaltungen oder zu bestimmten Anlässen erlauben. Die begleitenden Lehrer/-innen können in Fällen von Alkoholmissbrauch den Ausschluss von der weiteren Teilnahme an den Veranstaltungen der Studienfahrt und den Aufenthalt in einem bestimmten Raum anordnen.

Bei wiederholten Fällen von Alkoholmissbrauch oder bei einmaligen exzessivem Alkoholmissbrauch während der Studienfahrt können die begleitenden Lehrer/-innen die sofortige Heimreise von Schülerinnen und Schülern veranlassen oder sogar den Abbruch der gesamten Studienfahrt. In diesen Fällen muss die Schulleitung kontaktiert werden.

Es ist nicht zu akzeptieren oder zu tolerieren, wenn Schülerinnen und Schüler schwere Regelverstöße ihrer Mitschüler miterleben oder davon sichere Kenntnisse erhalten und darüber hinwegsehen, schweigen und somit falsche, schädliche oder kriminelle Handlungen decken. Jeder ist gefordert, in solchen Fällen aktiv zur Abhilfe und Aufklärung beizutragen, damit die Schulgemeinschaft durch solche schweren Regelverstöße nicht weiter geschädigt wird.

Rauchen ist in der Schule und bei Schulveranstaltungen (also auch bei Exkursionen, Fahrten u. ä.) in jeglicher Form (hierzu zählen auch elektr. Zigaretten und Shishas auch wenn nur Kräuter o. ä. geraucht werden) verboten.

Zu 10.:

Schülerinnen und Schüler, die unangemessen gekleidet sind, sollen vom Klassen- oder Beratungslehrer diskret darauf angesprochen werden mit dem Ziel sich angemessener zu kleiden.

Zu Beginn der Sommerzeit wird die Thematik in den Klassen von den Klassenlehrern oder Klassen-lehrerinnen erörtert. Schülerinnen und Schüler, die danach immer noch unangemessen gekleidet sind, können vom Lehrer/von der Lehrerin ins Sekretariat geschickt werden. Schüler und Schülerinnen können von dort aus zu Hause anrufen, um sich eine angemessene Kleidung zu besorgen oder sie können im Sekretariat passende Schulkleidung leihen (gegen Pfand), die nach Gebrauch frisch ge-waschen zurückgegeben werden oder gekauft werden muss.

 

Zu II. Bei Verstößen gegen die in II angesprochenen Regeln kommen erzieherische und Ord­nungs­maßnahmen

         zur Anwendung.

         Erzieherische Maßnahmen sind z. B. Wiedergutmachung, Nachsitzen, Übernahme von Sonderdiensten.

         Ordnungsmaßnahmen sind z. B. der schriftliche Verweis, die Überweisung in eine parallele Klasse oder

         Lern­gruppe, der vorübergehende Ausschluss vom Unterricht, die Androhung der Entlassung von der Schu-

         le und die Entlassung von der Schule.